Firma Hoftex Färberei

Parteifreie besuchen Hoftex Färberei

 

Selbitz – Sehr angetan durch viele interessante Eindrücke sprachen sich die Teilnehmer der Besuchergruppe von den Parteifreien Wählern Selbitz sehr positiv über die Besichtigung der Hoftex Färberei GmbH in Selbitz aus. Kein Wunder, denn kaum jemand hatte vorher eine Färberei von innen gesehen. Und wenn doch, so war es der große technische Fortschritt, der beeindruckte.

 

Begrüßt wurden die Besucher vom Geschäftsführer der Hoftex GmbH, Herrn Thomas Goller, sowie vom Betriebsleiter der Hoftex Färberei GmbH in Selbitz, Herrn Jochen Frank, der auch die Besichtigung vermittelt hatte. Beide waren über das Interesse der Parteifreien Wähler erfreut.

 

Deren 1. Vorsitzender, Bürgermeister Stefan Busch, freute sich über das Zustandekommen dieses Besuchs.


Zunächst erläuterte der Geschäftsführer den Firmenzusammenhang und die Entwicklung des Betriebs. Die Hoftex Färberei GmbH ist ein Unternehmen des Geschäftsbereichs Hoftex, der gemeinsam mit den Geschäftsbereichen Neutex und Tenowo den Hoftex Group Konzern bildet und rund 180 Mio Umsatz erwirtschaftet. Nach der Insolvenz der Fa. Balkenende, die den Betrieb von der alteingesessenen Firma Bodenschatz übernommen hatte, kaufte die Hoftex 1999 das Werk.

 

Die alte Färberei mit  Nebengebäude wurde abgerissen und 2001 anstelle der großen Lagerhalle für rd. 7,8 Mio eine neue Färberei mit Lagerhallen, Büros, Labor und Sozialräumen gebaut, die im Sommer 2002 ihren Betrieb aufnahm. Hier können pro Tag 6 bis 8 Tonnen Garne und Zwirne gefärbt werden. Zu den Kunden zählen vuiele deutsche Unternehmen, die zum Teil auch in der näheren Umgebung ansässig sind. Es gibt aber auch einen großen Exportanteil in den nicht einfachen europäischen Markt, vor allem nach Frankreich.

 

Mit moderner Technik, gutem Know-how und rd. 30.000 variablen Rezepturen ist die Firma aber beweglich, um Kundenwünschen zu entsprechen.

 

Betriebsleiter Frank erläuterte, dass man Garne und Zwirne auf den verschiedensten Hülsenformaten färbt. Früher waren für 1 kg Garn etwa 180 Liter Wasser erforderlich, wofür heute nur noch 90 Liter genügen. Für Baumwolle reicht eine Färbtemperatur von 60 Grad, während synthetische Fasern höhere Wärme bis 130 Grad benötigen. Die Farbflotte wird im Färbekessel mit rd. 3,5 bar durch die Kreuzspulen gedrückt.


In Selbitz arbeitet man, außer am Wochenende, rund um die Uhr in drei Schichten. Beschäftigt sind derzeit 34 Mitarbeiter und der Betrieb ist auf der Suche nach Nachwuchskräften.

 

Frank appellierte an die Jugendlichen, sich für eine Ausbildung als Produktveredler Textil zu bewerben.

 

Nun folgte der Rundgang mit etlichen sehr interessanten Stationen. Beeindruckend war zunächst die PC-gesteuerte vollautomatische Labor-Dosieranlage, die aus mehreren Einzelfarben die Endfarbe zusammenstellt. In der Lichtkabine verblüfft, dass durch unterschiedliche Lichtarten auch verschiedene Farbtöne sichtbar werden. In der großen Werkhalle konnten nun die Färbekessel in verschiedenen Arbeitsstadien betrachtet werden.

 

Bis auf das Bestücken der Färbeträger und das Befüllen der Färbeapparate mittels eines Krans, läuft der Färbeprozess automatisch gesteuert ab. Hier sind in einer Schicht drei Mitarbeiter tätig. Die Überwachung und Wartung aller technischen Anlagen übernimmt ein zusätzlicher eigener Mitarbeiter.
 
Aus betriebseigenen Brunnen wird das für den Färbevorgang erforderliche Wasser von rund 500m³ pro Tag entnommen und in der Wasseraufbereitungsanlage vorbereitet.

 

Über Wärmerückgewinnung wird kaltes Wsser automatisch durch nicht mehr benötigtes heißes Färbwasser entsprechend aufgeheizt und damit erheblich Energie gespart. Durch das Kesselhaus mit großen Gaskesseln, mit denen Dampf erzeugt wird, vorbei an der umfangreichen Abwasseraufbereitungsanlage, über das große Garnlager und die Spulerei endete der Rundgang wieder am Ausgangspunkt.

 

Bei einem kleinen Imbiss beantworteten die beiden Herren der Hoftex noch Rückfragen der Besucher. Mit kleinen Präsenten bedankte sich Bürgermeister Stefan Busch bei Geschäftsführer Thomas Goller und Betriebsleiter Jochen Frank für die überaus interessante, aufschlussreiche Führung und wünschte weiterhin guten geschäftlichen Erfolg.

 

KHF
25.04.2015

 

 

Bildunterschriften:

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An der Labor-Dosieranlage, mit Geschäftsführer Thomas Goller (1. v. links), Betriebsleiter Jochen Frank (3. v. l.) u. Bürgermeister Stefan Busch (4. v. l.).

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In der Werkhalle mit den Färbeapparaten